Gewebedatenbank
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Gewebedatenbank für neuroendokrine Tumore
B. Sipos, Kiel
Die
endokrinen Tumoren des Magen-Darmtraktes und der Bauchspeicheldrüse
(GEP-NET) sind selten und weisen eine erhebliche Heterogenität auf,
wodurch ihre Erforschung außerordentlich erschwert ist. Um den in den
letzten Jahren sich abzeichnenden Fortschritt im Bereich der
Molekularpathologie und Molekulargenetik der GEP-NET weiter auszubauen,
ist es notwendig, diese Tumoren in ausreichenden Fallzahlen und
geordnet nach einheitlichen Tumortypen zu untersuchen. Es ist deshalb
von Bedeutung, dass zu den jeweiligen Fällen neben Formalin-fixiertem
Material (gewöhnliche Methode in der pathologischen Diagnostik) auch
nicht-fixiertes, frisch eingefrorenes Gewebe zur Verfügung steht. Die
Vorteile einer solchen Kryokonservierung liegen vor allem in der guten
Erhaltung der Bestandsteile der Zelle wie Desoxyribonukleinsäure (DNA),
Ribonukleinsäure (RNA) und Eiweiße (Proteine).
Es wird versucht, alle in Deutschland betreuten Patienten mit GEP-NET, die operativ therapiert werden müssen, zu erfassen und von diesen Patienten kryokonserviertes Tumorgewebe für Forschungsprojekte zu sammeln. Dadurch wird es ermöglicht folgende Ziele wissenschaftlich anzugehen:
1. Das biologische Verhalten der GEP-NET ist aufgrund der Standardmethoden oft schwierig zu prognostizieren. Um die prognostische Einschätzung der GEP-NET für eine optimale Behandlung zu verbessern, sollen neue Moleküle in den Tumoren identifiziert werden, die zum einen in die histopathologische Diagnostik eingehen, zum anderen für die klinische Beobachtung der Tumorprogression als Marker benutzt werden können.
2. Die GEP-NET sollen hinsichtlich ihrer molekularen Mechanismen, die der Tumorentstehung und der Tumorprogression zugrunde liegen, weiter aufgeklärt werden, um Möglichkeiten für die Entwicklung wirksamer therapeutischer Substanzen und Methoden zu schaffen.
Es wird versucht, alle in Deutschland betreuten Patienten mit GEP-NET, die operativ therapiert werden müssen, zu erfassen und von diesen Patienten kryokonserviertes Tumorgewebe für Forschungsprojekte zu sammeln. Dadurch wird es ermöglicht folgende Ziele wissenschaftlich anzugehen:
1. Das biologische Verhalten der GEP-NET ist aufgrund der Standardmethoden oft schwierig zu prognostizieren. Um die prognostische Einschätzung der GEP-NET für eine optimale Behandlung zu verbessern, sollen neue Moleküle in den Tumoren identifiziert werden, die zum einen in die histopathologische Diagnostik eingehen, zum anderen für die klinische Beobachtung der Tumorprogression als Marker benutzt werden können.
2. Die GEP-NET sollen hinsichtlich ihrer molekularen Mechanismen, die der Tumorentstehung und der Tumorprogression zugrunde liegen, weiter aufgeklärt werden, um Möglichkeiten für die Entwicklung wirksamer therapeutischer Substanzen und Methoden zu schaffen.
Ablauf der Gewebekonservierung und Aufbau der Gewebebank
Sobald
eine Operation an einem NET-Patienten geplant ist und die Einwilligung
des Patienten zur Überlassung von Gewebe vorliegt, erfolgt eine Meldung
in Kiel .
Unmittelbar nach Entnahme muss das Gewebe
konserviert werden, um die Zellbestandteile möglichst gut zu erhalten.
Dies geschieht entweder durch den Pathologen des Krankenhauses oder
durch den Chirurgen selbst. Das Gewebe wird geteilt, so dass es in die
zur Verfügung gestellten Behälter passt. Diese sind mit einer
speziellen Lösung gefüllt, die entweder die RNA konserviert und
vorübergehend bei Raumtemperatur gelagert werden kann, oder mit einer
anderen Lösung, die das Gewebe beim Gefrierprozess konserviert. Die
Behälter mit der zweitgenannten Lösung werden bei – 80°C
schockgefroren.
Nach Kiel, den Ort der Gewebebank, werden die Behälter dann auf Trockeneis versandt.
Zugang zu den gesammelten Geweben
Die
einzelnen Forschungsprojekte zu den einzelnen Tumortypen werden in den
teilnehmenden Zentren ev. in Kooperation mit externen ev. industriellen
Partnern durchgeführt.
Um eine hohe wissenschaftliche
Qualität zu gewährleisten müssen die einzelnen Projekte durch einen
multidisziplinären Beirat genehmigt werden.
Die Mitglieder des Beirates sind:
Prof. Dr. R. Arnold (Zentrum für Innere Medizin, Klinik für Gastroenterologie, Endokrinologie und Stoffwechsel Klinikum der Philipps-Universität Marburg)
Prof. Dr. G. Klöppel (Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel)
Prof. Dr. W.H. Knapp (Klinik für Nuklearmedizin, Medizinische Hochschule Hannover)
Prof. Dr. H. Lehnert (Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten, Universität Magdeburg)
Prof. Dr. P. Neuhaus (Klinik für Allgemein-, Visceral- und Transplantationschirurgie, Charité, Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum)
Die Mitglieder des Beirates sind:
Prof. Dr. R. Arnold (Zentrum für Innere Medizin, Klinik für Gastroenterologie, Endokrinologie und Stoffwechsel Klinikum der Philipps-Universität Marburg)
Prof. Dr. G. Klöppel (Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel)
Prof. Dr. W.H. Knapp (Klinik für Nuklearmedizin, Medizinische Hochschule Hannover)
Prof. Dr. H. Lehnert (Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten, Universität Magdeburg)
Prof. Dr. P. Neuhaus (Klinik für Allgemein-, Visceral- und Transplantationschirurgie, Charité, Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum)
Datenerhebung
Die Datenerfassung klinischer Zusatzdaten wird durch die von der
Ethikkommission der Charité und dem Landesdatenschutzbeauftragten des
Landes Berlin bereits genehmigte Logistik des NET-Registers
durchgeführt. Die für die Identifizierung der Patienten notwendigen
Daten werden auch in Kiel erfasst und unterliegen denselben
Datenschutzbestimmungen, die auch für das NET-Register gelten. Für
Forschungsprojekte werden die anonymisierten klinisch relevanten Daten
mit den aus den Tumorgeweben gewonnenen Forschungsergebnissen
zusammengeführt. Nach Ablauf des Projekts übernimmt die Deutsche
Gesellschaft für Endokrinologie die Verantwortung für die Daten, die
als Teil des NET Register Projekts gesehen werden. Diesem Vorgehen
wurde vom Datenschutzbeauftragten des Landes Berlin zugestimmt.
Genehmigung durch Ethikkommissionen
Eine
entsprechende Genehmigung für die bundesweite GEP-NET Gewebebank liegt
vor (EA2/064/06). Aufgrund dieser Genehmigung werden die teilnehmenden
Zentren ein entsprechendes Votum von den lokalen Ethikkommissionen
erhalten.
Finanzierung
Die GEP-NET Gewebebank wird durch die Fa. Ipsen im Zeitraum 2006-2010 unterstützt. Zusätzliche Mittel werden vom Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel zu Verfügung gestellt.
Ansprechpartner
Dr. med. Tobias Henopp
Tel.: 0431 / 597 - 3392
Email: thenopp@path.uni-kiel.de
PD. Dr. Bence Sipos
Tel.: 0431 / 597 - 3402
Email: s.bence@path.uni-kiel.de
Dr. med. Martin Anlauf
Tel.: 0431 / 597 - 1138
Email: manlauf@path.uni-kiel.de
Adresse:
Institut für Pathologie
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel
Michaelisstr. 11
24105 Kiel
Tel: 0431 / 597 – 3400
Fax: 0431 / 597 – 3428
Tel.: 0431 / 597 - 3392
Email: thenopp@path.uni-kiel.de
PD. Dr. Bence Sipos
Tel.: 0431 / 597 - 3402
Email: s.bence@path.uni-kiel.de
Dr. med. Martin Anlauf
Tel.: 0431 / 597 - 1138
Email: manlauf@path.uni-kiel.de
Adresse:
Institut für Pathologie
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel
Michaelisstr. 11
24105 Kiel
Tel: 0431 / 597 – 3400
Fax: 0431 / 597 – 3428
