Diagnostik

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Diagnostische Methoden  (MRT, Endosonographie, SRS, CT, Sekretin-Test)

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N.Tiling, Berlin
Verschiedene bildgebende Verfahren werden eingesetzt, um den Tumor oder die Tochtergeschwülste (Metastasen), sowie vergrößerte, vom Tumor befallenen Lymphknoten darzustellen. Als am wenigsten belastendes Verfahren steht die Oberbauchsonographie (Ultraschall), und bei erfahrenen Untersuchern auch die Darmsonographie zur Verfügung. Der erfahrene Untersucher kann mit dem Ultraschall kleinere Strukturen darstellen als das Computertomogramm (CT). Das CT kann in fortgeschrittenen Fällen den Primärtumor besonders gut darstellen, auch ist hier der Einsatz von Kontrast verstärkenden Mitteln einfach möglich.

Der Nachweis der charakteristischerweise stark mit Gefäßen versorgten Lebermetastasen im Computertomogramm oder Ultraschall legt bereits aufgrund deren Struktur den Verdacht auf einen neuroendokrinen Tumor nahe. Unterscheiden sich Metastasen in ihrer Struktur nicht oder nur wenig vom umgebenden Gewebe, so kann eine MRT (Kernspintomographie) als weitere diagnostische Maßnahme erforderlich sein. Verdächtige, Darmwandnahe Strukturen können mit einer Kombination von Ultraschall und Endoskopie ( Endosonographie ) genau untersucht werden. Zusätzlich kann, bei Vorhandensein von Somatostatin Rezeptoren (Oberflächenstrukturen der Tumorzellen) ein nuklearmedizinisches Verfahren, die Somatostatin Rezeptor Szintigraphie (SRS), zum Nachweis von Tochtergeschwülste oder einem bislang unbekannten Ursprungstumor eingesetzt werden.
Für eine genaue Beschreibung der einzelnen Untersuchungsverfahren klicken Sie bitte die entsprechenden Links an.

Kernspintomographie (MRT)
Endosonographie
Somatostatin Rezeptor Szintigraphie
Computertomographie (CT)
Sekretin Test
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Kernspintomographie (MRT)

Die Kernspintomographie oder auch Magnetresonanz-Tomographie (MRT) ist das neuste schnittbildgebende Verfahren in der medizinischen Radiologie. Für die MRT liegt der Patient in einer engen Röhre. Ein starkes Magnetfeld richtet Protonen des Körperwassers entlang der Feldlinien aus. Mit Radiowellen im Kurzwellenbereich wird die Ausrichtung der Protonen gestört und diese zu Schwingungen angeregt. Diese Schwingungen erzeugen schwache Signale, die das Gerät mit empfindlichen Antennen ortet. Verschiedene Gewebe erzeugen charakteristische und unterschiedlich starke Signale. Diese Signale werden in Grauwerte umgesetzt und in einem elektronischen Bild eingetragen. So entstehen aus diesen Signalen Schnittbilder des Körpers in jeder beliebigen Raum-Orientierung.

Vorteile gegenüber der CT bietet die Methode bei der Beurteilung von Gehirn, Rückenmark, Bandscheiben und des Bewegungsapparates (insbesondere der Gelenke), sowie in der allgemeinen Weichteildiagnostik, wie z.B. bei der Leberdarstellung mit bestimmten Kontrastmitteln. Die Kontrastmittel werden intravenös zur Beurteilung der Durchblutung von Organen oder enteral (Kontrastmittel wird getrunken) zur Beurteilung der Darmstrukturen eingesetzt. Auch ist eine detaillierte Gefäßdarstellung mittels MRT möglich.

Bis heute konnten keine Schäden an Patienten durch die Magnetfelder oder die zur Anregung der Protonen notwendigen Hochfrequenzfelder bei MRT-Untersuchungen nachgewiesen werden. Interferenzen gibt es aber mit Herzschrittmachern und implantierten Medikamenten-Dosiergeräten. Patienten mit solchen Geräten dürfen in der Regel nicht untersucht werden. Auch sollten Patienten mit Metall-Clips an Gefäßen nach Operationen nicht untersucht werden (Gefahr der Dislokation der Clips). Künstliche Herzklappen (auch ältere Modelle) geben in der Regel keine Probleme, der Patient muss während der Untersuchung aber genau beobachtet werden. Zahnplomben, implantierte Gelenksprothesen sowie Metallimplantate nach Frakturen führen zu lokalen Bildstörungen, die Untersuchung kann aber in der Regel ohne Gefahr durchgeführt werden. Metallsplitter in den Weichteilen (von Kriegsverletzungen oder Arbeitsunfällen) erfahren im Magnetfeld zum Teil erhebliche Kräfte und können so schmerzhaft werden, dass die Untersuchung nicht durchgeführt werden kann.

Weitere Informationen zur Magnetresonanz-Tomographie (MRT) können auf den Internet-Seiten von medicine worldwide oder von NetDoktor.de gefunden werden.
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Endosonographie

Die Endosonographie ist eine Kombination der Untersuchungsverfahren Gastroskopie (Magenspiegelung) und Sonographie (Ultraschall). Hierbei befindet sich an der Spitze des flexiblen Endoskops ein Ultraschallkopf, der direkt auf die zu untersuchenden Strukturen (z.B. Magenwand) aufgesetzt werden kann. Mit der Endosonographie können Tumore im Bereich der Magenwand und der Wand des Zwölffingerdarms (Duodenum) mit hoher Auflösung (bis zu wenigen Millimetern) dargestellt werden. Die Sensitivität dieser Technik beträgt für neuroendokrine Tumoren des Pankreas 80-100 % und für Tumoren im Bereich der Duodenal- und Magenwand über 50-80%. Mit dem endoskopischen Ultraschall ist neben der genauen Bestimmung der Tumorgröße auch die Erfassung der Tumorausbreitung in benachbarte Strukturen wie z. B. Lymphknoten oder auch Gefäße möglich.
Endosonographisches Bild der Magenwand
Endosonographie
Aufgrund der hohen lokalen Auflösung ist es möglich, die Wand des Gastrointestinaltraktes in die Unterschichten Mucosa (Schleimhaut), Submucosa (Bindegewebe unter der Schleimhaut) und Muscularis (Muskulatur) aufzuteilen [siehe Abbildung], womit lokal infiltrative Prozesse, z.B. maligne Tumore, in sehr frühen Stadien sichtbar gemacht werden können.
Endoskop mit integrierter Ultraschallsonde
Endosonoskop
Weitere Informationen zur Endosonographie erhalten Sie auch auf den Seiten Zentrale Interdisziplinäre Endoskopie der Medizinischen Klinik m. S. Hepatologie und Gastroenterologie, Endokrinologie und Stoffwechsel der Charite, CVK.
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Somatostatin Rezeptor Szintigraphie

Grundlage für die Somatostatin Rezeptor Szintigraphie stellt das Vorhandensein von Bindungsstellen für Somatostatin dar. Mit dem Einsatz eines Radiopharmakon [111 In-DTPA-D-Phe1]-Octreotide (111 In-Pentetreotide), auch unter dem Handelsnamen Octreoscan® bekannt, lassen sich die, auf den Zellmembranen von neuroendokrinen Tumoren lokalisierten Somatostatin Rezeptoren nachweisen. Mit der Somatostatin Rezeptor Szintigraphie können zum Beispiel Gastrinome in mehr als 90 % der Fälle erfasst werden. Bei Insulinomen hat dieses Verfahren keinen Stellenwert. Der Vorteil der Somatostatin Rezeptor Szintigraphie ist die Darstellung des ganzen Körpers. So können durch diese Untersuchung Hinweise auf eine Krankheitsbeteiligung von Organen gewonnen werden für die in anderen schnittbildgebenden Verfahren noch kein Hinweis auf eine Krankheitsbeteiligung vorlag.
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Computertomographie (CT)

Diese Technik wird seit Ende der 70er-Jahre eingesetzt. Der Patient / die Patientin liegt auf einem Tisch, der durch ein bogenähnliches Gerät geschoben wird. Eine Röntgenquelle mit gegenüberliegendem Detektorsystem umkreist den Patienten / die Patientin und misst bei jedem Grad ein Abschwächungsprofil einer dünnen Schicht des Körpers (1 - 10 mm dick). Aus den gemessenen Abschwächungsprofilen eines vollen Kreises kann eine Schichtaufnahme berechnet werden, die dann auf einem Bildschirm elektronisch angezeigt wird. Die Schichten entsprechen dabei Querschnitten (axiale resp. transversale Schichten) des Körpers. Die Messung einer Schicht dauert ca. 1 - 3 Sekunden, danach wir der Tisch für die Messung der nächsten Schicht verschoben. Die Computertomogramme weisen im Vergleich zu den konventionellen Röntgenbildern eine höhere Auflösung der Gewebedichte auf. Die Computertomografie wird oft als Untersuchung vor und nach intravenöser Kontrastmittelgabe durchgeführt, da die damit erfassbare Durchblutung der Organe ein wesentliches Element der Diagnostik darstellt. Für Untersuchungen des Bauchraumes muss der Patient / die Patientin zusätzlich ein Kontrastmittel trinken. Die Kontrastmittel gefüllten Därme können dann von anderen Strukturen unterschieden werden. Bei neueren Geräten kann die Bewegung der Röntgenröhre mit der Bewegung des Tisches gekoppelt werden, die Aufnahme der Abschwächungsprofile erfolgt dann in Form einer spiraligen Abtastung des Körpers. Auf diese Weise kann in 20 - 30 Sekunden das ganze Volumen untersucht werden. Aus den Volumendaten lassen sich auch Schichten berechnen, die nicht in der transversalen Ebene liegen. In Kombination mit intravenöser Kontrastmittelgabe erlaubt diese Technik auch die überlagerungsfreie Darstellung von Gefäßen.
Bildtitel
Weitere Informationen zur Computertomographie können auch zum Beispiel auf den Internet-Seiten vom Krebsinformationsdienst des deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg oder von NetDoktor.de gefunden werden.
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Sekretin Test

Zur Diagnose des Gastrinoms wird die Konzentration des Gastrins im Blut gemessen. Bei massiv erhöhten Werten ist die Diagnose nahezu eindeutig. Ergänzend kann bei mittlerer Erhöhung des Gastrins (zwischen 150-1000 pg/ml (71-475 pMol/L)) noch ein Stimulationstest (Sekretin-Test) durchgeführt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht im Nachweis der massiv gesteigerten Magensäureproduktion.

Die Kombination eines Nüchtern-Gastrinwertes > 1000 pg/ml (475 pMol/L) mit einem intragastralen pH < 2,5 ist beweisend für ein Gastrinom. Bei der Bestimmung des Gastrins muss beachtet werden, dass Medikamente, die die Säureproduktion hemmen mindestens 24 Stunden (H2-Rezeptor Antagonisten; z.B. Ranitidin) bzw. 5 Tage (Protonen Pumpen Inhibitor (PPI); z.B. Antra) vor der Untersuchung abgesetzt werden müssen.